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Sonntag, 29. März 2009
Bücherliste 2009: 29.03.2009
Baba,
18:58
Neu gelesen: Viel schneller als erwartet - nur knapp zwei Wochen nach der Lesung - trudelte das Buch via David (dem besten E-Mail-Freund von allen) bei mir ein, noch bevor ich mit Deaf Sentence durch war. Längeres Warten, nachdem mir die Lesung schon den Mund wässrig auf die Auflösung gemacht hatte, wäre auch ziemlich frustrierend gewesen... ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Bücherliste 2009, Michael Connelly Donnerstag, 26. März 2009
Bücherliste 2009: 25.03.2009
Baba,
20:06
Neu gelesen: Irgendwie wird durch den ganzen Witz und Humor des Buches das ganze Ausmaß des Elends mit der Schwerhörigkeit und ihren Folgen für den Erzähler noch deutlicher - und bestürzender, und es wird klar, daß niemand, der nicht selbst betroffen ist, sich wirklich vorstellen kann, wie bitter Taubheit sein kann. Ein Buch, das man ständig weitergeben, ja Leuten aufs Auge drücken möchte... ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Bücherliste 2009, David Lodge Montag, 23. März 2009
Wochenendfotos
Baba,
19:26
Den Samstag davor waren es noch Krokusse gewesen... Der tiefblaue Himmel - dieses urblau gibt es vor allem im Frühling zu sehen - war leider nicht von langer Dauer ... aber er kommt wieder. Bestimmt. ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Babas Fotos, Babas Wochenende, Weidenkätzchen Sonntag, 22. März 2009
Lit.Cologne, die Neunte: Shalom Auslander
Baba,
15:47
Wenn eine Lit.Cologne schon zuende gehen muß, dann ist es ein echter Trost, wenn die letzte Veranstaltung gut gelungen ist. Zufälligerweise war die Lesung von Shalom Auslander in der Brücke (dem ehemaligen British Council - vor langer Zeit war ich dort mal öfter in der Bücherei und auch schonmal im Kino zu Gast) zugleich unsere als auch die letzte Veranstaltung der Lit.Cologne überhaupt dieses Jahr. Aber nach der Lit.Cologne ist ja vor der Lit.Cologne - bis zum 10. März 2010 ist es ja doch nicht mehr gar so lange hin. Durch den Abend führte Bernhard Robben, auch das an sich schon ein Grund, eine Lesung zu besuchen, wenigstens einmal sollte man diesen versierten und witzigen Moderator, der allein dieses Jahr acht Moderationen absolvierte, bei einer Lesung dabeihaben. Hier glänzte er wieder durch seine tiefgreifenden Fragen, die sogar Auslander ein "Wow, this is very deep" abnötigten, ergänzt durch eigene Erfahrungs- berichte (wie Auslander wuchs er in einem streng religiös geprägten Umfeld auf, wobei klar zu erkennen war, daß sich katholischer und jüdischer Fundamentalismus vor allem in Fragen der Kindererziehung nicht viel voneinander unterscheiden). Während des Interviews kamen auch einige erstaunliche Sachen zur Sprache, z.B. daß Auslander öfter mal eine Halskette trägt (nur leider heute nicht), auf der das hebräische Wort Acher - der Andere - steht, was zugleich die Bezeichnung eines Rabbis ist, dessen Lehren, nachdem er sich von Gott und dem Judentum abgewandt hatte, komplett aus dem Talmud gestrichen wurden. Nachdem sich jedoch herausstellte, daß einige seiner Argumente unverzichtbar waren, ließ man sie doch anonymisiert drin und sprach von ihm seitdem nur als dem "Anderen". Eine faszinierende Geschichte, genau wie die Tatsache, daß Auslanders Vorname einer der 72 heiligen (und wie er sagte "durch Copyright gesicherten") Namen Gottes ist, der in hebräisch auf irgendeinen Gegenstand geschrieben, diesen sofort heiligt, so daß er durch einen Rabbi geweiht und begraben werden muß. Interessante Frage - wenn Shalom Auslander seine Bücher in hebräisch signiert und keine Kurzform verwendet, müßten diese Bücher ja automatisch heilig werden - welcher Autor kann das schon von sich behaupten? Wunderbar war auch die Schilderung der komplizierten Lehre von den Segnungen der Lebensmitteln, die von ihrer Herkunft abhängig sind, was in der zweiten vorgelesenen Geschichte aus dem vorgestellten Buch erklärt wurde. Das Buch ("Foreskin's Lament" / "Eine Vorhaut klagt an") ist übrigens kein Roman wie fälschlicherweise deklariert, sondern eine Sammlung Geschichten aus Jugend- erinnerungen und Gegenwartsreflektionen. Im zweiten Vortrag, etwas holprig, aber amüsant vorgetragen von Simon Eckert vom Schauspielhaus Köln, ging es um einen Wettbewerb der Jeshiva-Schüler, ähnlich wie bei einem Rechtschreibwettbewerb den richtigen Segen für ein vorgegebenes Lebensmittel zu wissen. Spätestens dann war klar, daß ich um das Buch auch nicht herum komme. Shalom Auslander war zum ersten Mal überhaupt in Deutschland, und ob es Robben und dem Publikum gelang, ihn von seinen Vorstellungen, die sich bis dahin arg im Rahmen von "Schindlers Liste" bewegten, abzubringen, blieb erstmal offen, aber ich vermute mal, daß zumindest diese Lesung ihn nicht davon abhalten wird, nochmal herzukommen. Auch hier verzichtete ich darauf, mir ein Buch signieren zu lassen, zumal es auch wieder nur das vorgestellte Buch in deutsch zu erwerben gab, und versuchte stattdessen noch meine S-Bahn zu kriegen (was wider Erwarten doch noch gelang). Achja. Das war mal wieder richtig schön gewesen. ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Lit.Cologne
Literarische Hochzeiten
Baba,
14:22
21. März 1888 Irene Adler und Godfrey Norton heiraten in der St. Monica Church in der Edgeware Road in London. Die berüchtigte Abenteurerin möchte sich durch die Heirat mit ihrem Londoner Anwalt den Nachstellungen ihres Ex-Geliebten, dem König von Böhmen, entziehen. Sherlock Holmes, der im Auftrag des Königs die Dame beschattet, muß bei der Heirat unversehends als Trauzeuge einspringen, um die Ehe zu legalisieren. (Arthur Conan Doyle, "A Scandal in Bohemia", aus: The Adventures of Sherlock Holmes) ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Literarische Hochzeitstage, Arthur Conan Doyle Samstag, 21. März 2009
Lit.Cologne, die Neunte: Remco Campert
Baba,
13:57
Es ist schon eigenartig, da haben Regina und ich uns bei der Auswahl der Lit.Cologne-Veranstaltungen ganz bewußt für einen uns bis dahin völlig unbekannten Autor entschieden (ein Auswahlkriterium war, daß er Niederländer ist, das war dann aber auch das einzige, was ich von ihm wußte), und mir kam es auch vor der Lesung garnicht in den Sinn, mich irgendwie näher mit der Person von Remco Campert zu befassen. So war dann die Überraschung um so größer, als ich mich dann im Alten Pfandhaus (der Leseort war auch ein Auswahlkriterium gewesen) einem der bekanntesten und beliebtesten Autoren der Niederlande gegenübersah, einer der wenigen noch lebenden Mitglieder der Vijftigers, denen er sich im zarten Alter von 19 angeschlossen hatte, und mit fast 80 Jahren der älteste Autor, den ich bis jetzt auf der Lit.Cologne erlebt hatte. Ein fragil wirkender zierlicher kleiner alter Mann, schon etwas angeschlagen, aber voll des gutens Willens und Humor. Außerdem wurde er tatkräftig unterstützt von dem versierten Niederlandkenner Bernd Müller, der mit angenehmer Stimme gekonnt durch den Abend führte, und Thomas Wittmann vom Schauspiel Köln, der wunderbar zu lesen wußte. So wurde der Abend zu einem puren Vergnügen, lediglich, daß ab und an einiges von dem, was Campert erzählte, nicht übersetzt wurde, da der größte Teil des Publikums ihm offenbar mühelos folgen konnte, störte mich etwas, aber jetzt weiß ich endlich, wie sich die Leute auf den englischsprachigen Lesungen fühlen, die nicht soviel verstehen. Vielleicht eine ganz heilsame Erfahrung... Niederländisch hat mich schon oft gereizt als Sprache, die für mich immer irgendwo zwischen deutsch und englisch angesiedelt zu sein scheint und vielleicht sogar die besten Eigenschaften beider Sprachen in sich vereint. Highlight des Abends war die von Remco Campert selbst auf deutsch (!) vorgelesene Geschichte eines Briefes an einen Bruder - trotz der gelegentlichen Schwierigkeiten wirkte das Ganze durch die niederländische Färbung besonders reizvoll, gerade die ironischen Stellen kamen dadurch wunderbar zur Geltung. Und bei dem zum Abschluß vorgetragenen Gedicht, in beiden Versionen vorgelesen, gefiel mir die niederländische Version noch ein wenig besser. Am Ende war ich ernsthaft versucht, mir doch ein Exemplar der "Sanfte Landung" Erzählungen zuzulegen und signieren zu lassen, aber angesichts der vorgerückten Stunde und der endlosen Schlange vor dem Signiertisch verzichtete ich doch lieber. ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Lit.Cologne Mittwoch, 18. März 2009
Lit.Cologne, die Neunte: David Lodge
Baba,
19:59
So wie es ab und zu eher durchwachsene Veranstaltungen bei der Lit.Cologne gibt, so passiert es auch immer wieder, daß eine geradezu perfekt ist. Wie die Lesung von David Lodge in der Kulturkirche, begleitet von Margarethe von Schwarzkopf und Christian Brückner (ja, genau, Die Stimme ...), und was mehr war, sie hatten auch die Übersetzerin Renate Orth-Guttmann eingeladen. Ach, wäre sie doch nur etwas länger geblieben, ich hätte zu gerne auch eine Signatur von ihr gehabt - aber man kann halt nicht alles haben, selbst an so einem perfekten Abend. Schon gleich zu Beginn tat es mir leid, daß ich David Lodge in den letzten Jahren doch arg vernachlässigt hatte. Der einzige Band von ihm in meinem Regal ist die Trilogy - immerhin drei Bücher in einem - und obwohl ich schon mit "Author, Author" und "Therapy" geliebäugelt hatte, war es bisher nicht zum Vollzug gekommen. Das wird sich jetzt definitiv ändern - zumindest das vorgestellte Buch "Deaf Sentence" ist schon bestellt und vorgemerkt. Und vielleicht mache ich sogar hier eine Ausnahme und sehe mir die deutsche Übersetzung an, weil die Übersetzerin so sympathisch rüberkam und so nette Sachen über ihre Arbeit zu berichten wußte. Ähnlich wie viele Autoren (Julian Barnes z.B.) steht Lodge im ständigen Kontakt zu seinen Übersetzern. Nicht nur, daß er ihnen allen und insbesondere einem guten Dutzend namentlich Genannter das Buch gewidmet hat, sondern er erlaubte ihnen hier sogar angesichts der vielen schwierig bis unmöglich zu übersetzenden Wortspiele und Verhörer die Stellen sinngemäß abzuändern oder gar - meine Güte - ganz wegzulassen. Man sollte ja meinen, daß ich, weil ich englischsprachige Autoren grundsätzlich im Original lese, die Übersetzungsarbeit nicht zu honorieren wüßte, aber dem ist nicht so - mir ist durchaus bewußt, wie teuflisch schwer diese Arbeit ist und daß ich sie mir nie zutrauen würde. Schon die erste vorgelesene Passage aus dem Buch, das von den - nicht immer komischen - Erfahrungen und Betrachtungen eines Schwerhörigen berichtet, faszinierte mich, denn David Lodge untersucht, wie unterschiedlich der Verlust des Gehörs verglichen mit dem des Sehens betrachtet und angesehen wird. jemand der blind wird, ist tragisch, einer, der schwerhörig wird, sorgt allenfalls für Irritation und macht sich oft lächerlich. Allein die mannigfaltigen Beispiele aus der klassischen Literatur waren geradezu augen- oder besser ohrenöffnend. Da muß man David Logde tatsächlich hoch anrechnen, daß er - als erster wie er vermutet und bisher noch nicht bestritten wurde - sich des Themas in dieser Form angenommen hat. Allerdings wurden auch viele eigene Erfahrungen in dem Buch verarbeitet, nicht nur der Verlust seines eigenen Gehörs in seinen Vierzigern (wohlgemerkt, seinen, nicht denen des letzten Jahrhunderts ...), sondern auch Erinnerungen an die letzten Jahre seines Vaters. Margarethe von Schwarzkopf gestaltete die Lesung sehr abwechslungsreich (da könnten sich einige Moderatoren ein Beispiel nehmen), so daß immer wieder neue Aspekte zur Sprache kamen - die Übersetzungsproblematik, seine Arbeit als Literaturwissenschaftler, die Umwandlung eines Buches in ein Drehbuch oder Hörspiel und seine früheren Bücher. Dazwischen wurde vorgelesen, abwechselnd von Lodge und Christian Brückner. Ich müßte lügen, wenn ich sagen würde, daß mir dessen Lesung nicht gefiel - diese heisere, warme Stimme hat einfach was, auch wenn oder weil man sie ständig irgendwo hört - aber ich wünschte, er hätte es beim vorlesen belassen. Als Margarethe von Schwarzkopf ihm auch eine Frage stellte, tat er sich mit seinem Kommentar auf unerträglich theatralische Weise dermaßen schwer, daß ich mir am liebsten die Ohren zugehalten hätte. Manche Leute soll man eben nicht befragen. Die Schlange vor dem Tisch, wo David Lodge signierte war sehr lang und der Arme wirkte auch schon etwas erschöpft, trotzdem ergatterte ich das Autogramm in meiner Trilogy. Thank you, Mr Lodge, it was a lovely evening. Do come again.
Hier findet sich Reginas Bericht. ... Link (3 Kommentare) ... Comment ... Thema: Lit.Cologne, David Lodge ... Nächste Seite
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