Babas Welt
Mittwoch, 26. Februar 2003
Goodbye

Goodbye blue sky
Goodbye blue sky, goodbye
Goodbye.

(Pink Floyd, aus: "The Wall")

*sigh* 3 Wochen sind immer noch zu kurz.

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Dienstag, 25. Februar 2003
Literarische Süchtigmacher

Das können einzelne Bücher sein oder Serien oder in einigen Fällen auch Autoren, bei denen einfach ALLE Bücher süchtig machen. Aus Gründen der Neutralität liste ich sie hier alphabetisch.

Douglas Adams - The Hitchhiker Series u.a.
Beeindruckend vor allem das Kapitel mit der Methode zum fliegenlernen ;-)

Richard Adams - Watership Down/Unten am Fluß u.a.
Eíne perfekte Welt um sich darin zu verlieren. Vermutlich auch das humorvollste Buch von Adams - oder das wo sein Humor am natürlichsten klingt und nicht forciert.

Lloyd Alexander - Taran Series/Taran und das
Zauberschwein (von Otfried Preussler übersetzt)
Wie Sagenstoff zugleich märchenhaft und spannend und dabei unglaublich witzig verarbeitet werden kann

Jane Austen - Pride and Prejudice u. a.
Unglaublich spannend und dabei selbst die Nebenfiguren perfekt gestaltet. Ähnlich mitreissend wird es nur noch in Persuasion.

Anne Barrett - Mein Tiger Mitty/Midway
Genau so einen Tiger hatte ich mir immer gewünscht, aber nie selbst erschaffen können

Vicki Baum - Liebe und Tod auf Bali
Ein Buch zum entfliehen und mit lieben und -leiden, und das alles in einer so fremden und doch so schnell verständlichen Welt

Carole Bedford - Waiting for the Beatles
Eine wahre Geschichte, darum umso begeisternder - und bedrückender in den letzten Kapiteln. Aber auch immer wieder sehr witzig, z.B. wem McCartney die Inspiration zu dem Song "She came in through the bathroom window" verdankte ..

Lawrence Block - Matthew Scudder Series
Eine der besten Krimiserien, die ich kenne, vor allem weil Scudder sich durch alle Bände hinweg kontinuirlich weiter entwickelt und sein Lebens- und Leidensweg als Alkoholiker so anschaulich und überzeugend beschrieben ist. Nicht halb so gut, aber ähnlich fesselnd sind Blocks Keller-Geschichten.

Enid Blyton - Adventure Series/Abenteuer Serie
Unglaubliche Phantasiegeschichten um sich darin zu verlieren, und natürlich ist Kiki immer für ein befreiendes Lachen gut. Die einzige Serie aus dem unvermeidlichen Blyton-Werk, die mir lieb geblieben ist.

Gwen Bristow - Jubilee Trail/Kalifornische Sinfonie
Im Urlaub in Norwegen las ich, damals 10, das Buch immer wieder - bis der Einband aufgab. Vieles verstand ich damals noch nicht, aber die Geschichte prägte mich. Später kam dann noch die ähnlich faszinierende Plantagentrilogie hinzu.

Charlotte Bronte - Jane Eyre
Die mystischen Elemente darin faszienieren mich am meisten, wie jemand so praktisch veranlagt und down-to-earth wie Jane seherische Träume und Visionen haben kann. Für mich immer noch das schönste und beste Bronte-Buch.

Steven Brust - Die Taltos Bücher
Während die Khaavren-Bände genausoviel nerven wie sie faszienieren, sind die Taltos-Bände aus der gleichen Welt nur perfekt. Und auch Brusts andere Bücher können sich sehen lassen.

Pearl S. Buck - The Mother / Die Mutter
Noch ein Buch zum mit-leiden und freuen, wenn endlich alles ausgestanden ist. Ostwind - Westwind fand ich ähnlich fesselnd.

Agatha Christie - Mr Harley Quin
Die Queen of Crime at her most romantic. Geschichten zum träumen und doch beste Whodunits

Michael Connelly - Harry Bosch Serie u.a.
Immer wieder beeindruckt mich vor allem die grundsolide Bauart und unerschütterliche Fundament der Krimis um Harry Bosch, und wie überzeugend seine in sich geschlossene Welt konstruiert ist. Das ist das Werk eines echten Craftsman.

Roald Dahl - Boy u. a.
Dahls Autobiografie seiner Kindheit. Witzig und doch nachdenklich stimmend. Während Dahls Kurzgeschichten teilweise bei mir schon fast Alpträume auslösen, finde ich seine Kinderbücher immer wieder neu faszienierend, vor allem den BFG und natürlich die Willie-Wonka-Bände.

Jim Davis - Garfield
Bei aller Vermenschlichung bleibt Garfield doch immer eine echte Katze. Für mich durchaus nachvollziehbar seine Panik vor Montagen.

Arthur Conan Doyle - Sherlock Holmes
Zuerst mit 14/15 gelesen und seitdem unverändert geliebt - nicht zuletzt wegen Granadas unvergessener Verfilmung

Diane Duane - My Enemy my Ally (Star Trek)
Alle ihre Star Trek Bücher sind atemberaubend spannend, but this one really takes the cake. Ihre Cat Wizard Bücher sind allerdings nicht so sehr nach meinem Geschmack.

Daphne Du Maurier - Don't look now and other stories
Sie beschreibt vor allem peinliche Situationen so anschaulich treffend, daß man sich beim lesen krümmt und die Zähne zusammenbeißt. Und immer weiter lesen muß ...

C.S. Forester - Horatio Hornblower
Ein Seeheld, der so garkeiner ist und in jedem Buch überzeugt. Selbst die Seemannsprache bereitet bei Forester keine Schwierigkeiten

Neil Gaiman - The Sandman Library u. a.
Eine Einladung zum Träumen. So unendlich vielfältig - und so herzzerreissend. Und so ein gelungener Death. Alle anderen Bücher von Neil Gaiman sind gelungen - vor allem Coraline - aber an den Sandman kommt einfach keines mehr heran.

Jane Gaskell - Atlantis Serie
Purste Fantasy, selbst in der Übersetzung faszienierend und inspirierend. Umso schockierender war es, als ich feststellen mußte, daß díe Originalversion ganz offensichtlich zensiert wurde ..

William Goldman - The Princess' Bride
Die Geschichte, wie der kleine William das lesen entdeckt, ist fast genauso faszienierend wie das Buch selbst

Giovanni Guareschi - Don Camillo und Peppone
Den ersten Band bekam ich zur Konfirmation geschenkt und war auf Anhieb überzeugt - trotz der ganzen Politik, die mich damals überhaupt nicht interessierte

Marlene Haushofer - Die Wand
Das einzige Buch, das ich als Fortsetzungsroman in meiner Tageszeitung las und mir dann als Buch holte, weil ich von der Geschichte des weiblichen Robinsons einfach nicht loskam

James Herriot - All Creatures great and small
Die Bücher überzeugten mich noch mehr als die Fernsehserie, durch die ich zuerst zu Herriot kam

Thor Heyerdahl - Kon Tiki
Der Held meiner Kindheit. Die so unglaubliche und trotzdem wahre Geschichte der Reise über den Pazifik auf einem Balsafloß imponiert mir noch heute

Erich Kästner - Das doppelte Lottchen u.a.
Für mich das schönste von Kästners Kinderbüchern, noch vor Das fliegende Klassenzimmer und Pünktchen und Anton.

Stephen King - It u.a.
Zu den Losers hätte ich damals auch gerne gehört. Mittlerweile finde ich die King-Bände Hearts in Atlantis und Bag of Bones wesentlich besser, aber irgendwie hat die Story der 7 Freunde etwas.

Max Kruse - Löwe Serie
Witzig und unendlich phantasievoll

Werner Lansburgh - Dear Doosie
Eine enorme Hilfe bei der Festigung des "aktiven" Vokabulars. Englisch verstehen war ja nie ein Problem, aber sprechen ...

Joe Lansdale - Hap & Leonard Serie
Die liegt mir natürlich vor allem am Herzen. Aber auch viele andere Standalones, Kurzgeschichten und Comics machen mir diesen Urtexaner von Autor immer wieder lieb und teuer.

Tanith Lee - Flat Earth Series u.a.
Pure Fantasy in wunderbarer Bildersprache erzählt, unendlich faszienierend. Tanith Lee entfaltet sich am besten in ihren Serien, wie den Paradys- und den Venus-Bänden.

Astrid Lindgren - Mio mein Mio u.a.
Bücher zum träumen, trösten und überwinden von schlechter Laune. Neben Mio vor allem die Kinder von Bullerbü.

Hermann Löns - Durch Wald und Heide
Eines meiner ganz frühen Bücher

Klaus Mann - Mephisto
Wer bringt es fertig, das Buch zu lesen und nicht mit diebischer Schadenfreude an Gustaf Gründgens zu denken?

Thomas Mann - Felix Krull u.a.
Auch eines meiner ersten Bücher. Ich wußte nie ob ich es wirklich bedauern sollte, daß es unvollendet blieb, in der zweiten Hälfte konnte es mit dem guten Felix doch nur noch bergab gehen. Ansonsten gefallen mir von dem "Zauberer" seine Kurzgeschichten am meisten.

John D. McDonald - Travis McGee Series
Gut, daß Travis so selbstironisch ist - und daß er Meyer an seiner Seite hat

Patrick McDonnell - Mutts
Charles M. Schulz mag den kleinen Earl für die Hauptfigur dieses Comicstrips halten, aber für mich ist Mooch der perfekte Comic-Kater - opportunistisch, egozentrisch und doch ein liebenswerter Lebenskünstler. Nach 8 Bänden hoffe ich auch, daß der arme philosophische Goldfisch Sid endlich aus seiner winzigen Wasserbowle befreit wird.

Jojo Moyes - Before you
- oder irgendein anderes Buch von ihr. Alle haben sie eins gemeinsam, so einen tückischen, unwiderstehlichen Sog, der einen in die Story hineinzieht und nicht losläßt bevor das Buch ausgelesen ist. Das schaffen wirklich nicht viele.

Axel Munthe - San Michele
Auch eines der ganz frühen Bücher. Immer spannend die Frage, wieviel davon wirklich so geschehen ist

Jo Pestum - Kater Serie
Außer Francis aus Pirinccis Felidae der einzige mir bis jetzt bekannte wirklich überzeugende deutsche Ermittler

Terry Pratchett - The Discworld Series
Echter Süchtigmacher, vor allem "The Truth" und "Hogfather". Death RULES

Otfried Preußler - Krabat u.a.
Mein erstes absolutes Lieblingsbuch, und mir immer noch lieb und teuer, nach wie vor das beste aus Preusslers Werk - allerdings doch dicht gefolgt vom starken Wanja.

Joanne K. Rowling - Harry Potter Series
Noch ein Süchtigmacher. Die vielen vielen so liebevoll gestalteten Details, die in den Filmen immer zu kurz kommen, überzeugen vor allem. Meine persönlichen Favoriten: Die Weasley Twins.

Dorothy L. Sayers - Lord Peter Wimsey Series
Whodunits mit oft ernsten Hintergrund. Sämtliche Konsequenzen der Ermittlertätigkeit werden aufgezeigt und oft genug hinterfragt. Und Peter und Harriet sind so ein perfektes Paar.

Wolfdietrich Schnurre - Sternstaub und Sänfte
Ein ganz frühes Buch und ich wurde nie richtig schlau daraus, liebte es aber trotzdem von Anfang an

Mary Stewart - Madam will you talk? u.a.
Es gibt keinen ihrer romantischen Thriller, der mir nicht gefällt, aber das erste wird immer das gelungenste bleiben.

Theodor Storm - Der Schimmelreiter u.a.
Oder besser "Alle seine Novellen", vor allem die tragischen, aber auch die heiteren haben etwas. Es dauerte Jahre, bis ich den Titel von "Viola Tricolor" endlich begriffen hatte ...

Bill Watterson - Calvin & Hobbes
Absoluter Süchtigmacher. Auch wenn es wehtut, ich bewundere Watterson dafür aufgehört zu haben als es am schönsten war - das schaffen nicht viele. Mein bester Strip: Wo Calvin, zu faul seine Hausaufgaben zu machen, kurzerhand per Zeitmaschine seinem 4 Stunden älterem Ich einen Besuch abstattet, um von ihm die Aufgaben - die er ja dann schon geschrieben haben muß - zu holen.

Oskar Wilde - Salome
.. und alle seine Märchen

Stefan Zweig - Brief einer Unbekannten u.a.
Wenn der gute Zweig nur ein bißchen mehr Sinn für Humor gehabt hätte ..

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Die Grippe, die eine Meningitis war

Neil Gaiman hat keine Grippe, aber dafür - jyrch - eine "virale Meningitis" (soweit ich weiß, heißt das genauso in deutsch). Die arme Socke, würde der beste aller LAGs jetzt sagen. Aber wenigstens gehts ihm schon wieder besser - jetzt bloggt er wieder, Gottseidank.

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Donnerstag, 20. Februar 2003
Übersetzung mal andersrum

Ohjeohjeohje, Neil Gaiman hat die Grippe. Und ich kanns ihm nachfühlen, man fühlt sich wirklich, als hätte man eine neue Krankheit erfunden :-( Was noch viel schlimmer ist, statt brav weiter täglich neue Blogentries zu tippen - nach denen ich immer süchtiger werde - wird er wohl erst mal seine Flu in Ruhe auskurieren wollen. Kann ich ihm auch keinesfalls verübeln. Na dann, gute Besserung, dear Mr Gaiman. Please do get well soon.

Und damit ist's auch mit meiner Hoffnung, er könnte sich endlich mal zu der Lektüre von Otfried Preußlers "Krabat" - bzw. in englisch "The Satanic Mill" - äussern, wohl erstmal vorbei. Seit er sich das Buch auf Empfehlung eines deutschen Fans (warum komme ich nur nie auf so etwas?!) tatsächlich auch besorgt und sogar gelesen hat (!) sitze ich wie auf Nägeln. Krabat war praktisch mein erstes Lieblingsbuch und befindet sich auch heute noch irgendwo in meiner persönlichen Forever Top Twenty Buchhitparade (und da kommt mir grade eine Idee für ein neues Topic). Ich würde mir zu gerne mal die Übersetzung antun, wenn das Buch nicht so schwierig zu bekommen wäre - irgendwo ist das schon ziemlich ironisch :-) Aber es lässt mir einfach keine Ruhe, ich grübele fortwährend darüber nach, wie Begriffe und Namen daraus übertragen wurden. Die Übersetzerin soll die gleiche Dame sein, die schon die Asterixhefte ins englische übersetzt hat und das muß wohl vor allem bei "Asterix bei den Briten" ziemlich vertrackt gewesen sein. Ich hatte mal zufällig in eine Ausgabe reingeschaut und gesehen, daß sie die ganzen Witze über die typisch britische Satzkonstruktion ("Schockierend, ist es nicht? Tatsächlich, es ist") einfach in eine stark übertriebene Anwendung von typisch britischen Spitznamen und skurrilen Ausdrücken umgewandelt hat, recht genial sogar. Aber wie hat sie denn nun z.B. die Kantorka auf englisch genannt? Und den Herrn Gevatter mit der roten Hahnenfeder? Oder was hat sie aus diesem Wortspiel mit dem "Bier aus Traufersdorf", das aus der Regentraufe stammte - gemacht? Noch mehr Ironie, sonst tut es mir immer weh, wenn englische Wortspiele im deutschen nicht funktionieren, endlich ist es mal umgekehrt :-) Hat sie vielleicht mal Herrn Preußler selber angesprochen? Der hätte ihr sicher ein paar Tips geben können, schließlich hat er sich selber mal als Übersetzer betätigt, bei den ersten beiden Bänden der Taran-Serie von Lloyd Alexander - übrigens ein weiteres Mitglied in meinen o.g. Top Twenty Evergreens :-)

*seufz* es bohrt einfach weiter. Ich sehe schon, früher oder später besorge ich mir das Buch doch, es scheint kein Weg daran vorbeizuführen :-( Tja, Regina mag anglophil sein - mein Name ist Baba und ich bin angloverrückt. So.

PS: Älis, wenn du das hier liest, nochmals vielen heißen Dank für den Tip mit dem Blocksatz. Sieht wirklich viiieeel besser aus - und erspart mir endlich dieses endlose editieren, bis die gröbsten Lücken am rechten Rand weg sind ..

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Samstag, 15. Februar 2003
Salmon of Doubt - Nachtrag

Ok,ok, es gibt DOCH eine Hitchhiker story im The Salmon of Doubt. Zwar keine neue (von 1986) und sie wurde auch schon mindestens einmal veröffentlich, aber es ist eine echte Hitchhikerstory. Allerdings ohne Ford Prefect und ohne Arthur Dent, tatsächlich ist der einzige bekannte Charakter aus der Hitchhikerserie darin Zaphod Beeblebrox, aber sie ist immerhin 14 Seiten lang, ziemlich witzig und die Pointe ist zwar schon leicht überholt und etwas angestaubt, aber immer noch ein Schmunzeln wert.

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Donnerstag, 13. Februar 2003
Schreibblock? Wo?

Nein, ein für alle Mal, Douglas Adams hatte keinen Schreibblock. Er hat sogar massig geschrieben, wie The Salmon of Doubt beweist - und praktisch in jeder Form: Artikel, Essays, Emails, Briefe, Einleitungen, Nachworte ... tja, "nur" in den letzten 8 Jahren seines Lebens keine Romane mehr. Vielleicht weil alle genau das von ihm erwarteten? Und natürlich wollten alle nur das Eine: eine neue Hitchhiker-Folge. Da ist es schon fast ein Segen, daß er das nicht erleben musste: auf dem Einband wird The Salmon of Doubt als neue und letzte Hitchhiker-Story - naja, sagen wir mal, wenn nicht verkauft, so doch suggeriert: "Hitchhiking through the galaxy one last time". Dabei ist der Teil, auf den sich die Überschrift bezieht, in Wirklichkeit "nur" das Fragment eines Dirk Gently-Romans. Nischt mit Hitchhiker, ausser einigen kurzen Sketchen und Skizzen davor. Aber Adams ist eben mit dem Hitchhiker berühmt, ja unsterblich geworden, während die Dirk Gently-Bände meist nur von Fans gelesen werden - d.h. Leute, die durch die 5-teilige Hitchhiker "Trilogie" zu Adams kamen. Okok, würde man all den Leuten, die sich die immense Mühe gemacht haben, dieses letzte Vermächtnis von Adams zusammenzustellen, (und es muß eine Wahnsinnsarbeit gewesen sein) diese doch eher plumpe Verkaufsstrategie vorwerfen, bekäme man wahrscheinlich zu hören, daß diese Sammlung wohl irgendwie eine letzte Reise durch Douglas Adams persönliches Universum sein soll. Und so wurde das Buch dann auch à la Hitchhiker gegliedert: Teil 1 heißt (natürlich) "Life" (bis S 82 der TB-Ausgabe), dann Teil 2 "Universe" (bis S 151) und schließlich Teil 3 "And Everything". Ist das nun Hitchhiker oder was? :-)

"We are stuck with technology, when what we really want is just stuff that works. How do you recognize something that is still technology? A good clue is if it comes with a manual."

Also, nochmal zum abschrecken: davor - also vor dem 11-Kapitel-Fragment des dritten Gently-Bandes -befinden sich:

- Editor's Note (Peter Guzzardi)
- Prologue (Nicholas Wroe)
- Foreword (Stephen Fry)

Das sind schonmal etwas mehr als 30 Seiten und auch ganz nett zu lesen, wers mag. Danach gehts endlich los mit Sachen von Douglas Adams und nicht über ihn: aber noch lange nicht mit dem Fragment, bewahre, erst kommen ganze 185 Seiten voller Schreiberzeugnisse, die eher an eine Schreibwut glauben lassen. Schreibblock? Das ich nicht lache. Gelacht werden darf natürlich, auf jeder Seite befinden sich wahre Juwelen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muß, so daß man immer von neuem Adams Tod zutiefst bedauert. Was hätte da alles noch kommen können...

"We notice things that don't work. We don't notice things that do. We notice computers, we don't notice pennies. We notice e-book readers, we don't notice books."

Aber dann, gehts dann endlich los mit der Gently-Story? Aber nein, geht es nicht, ätsch, es kommen noch mal 40 Seiten Interviews und Faxe und Bemerkungen und Vorworte ... Für Leute, die sofort die Story wollen: Auf Seite 191 (Pan-TB) fängt es wirklich, ehrlich, definitiv an mit dem Chapter 1. Hallelujah. Ich bin noch nicht soweit, aber ich freu mich schon drauf.

"Anything that is in the world when your're born is normal and ordinary and is just a natural part of the way the world works."
.
Anything that's invented between when you're fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it.
.
Anthing invented after you're thirty-five is against the natural order of things."

.. to be continued

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Montag, 10. Februar 2003
So much time and so little to be done -

oder genau anders herum, wie Mr Willie Wonka ganz richtig sagt. Für mich persönlich heißt es etwas abgewandelt: Soo many books and so little money :-( Ok, ein Buch zum signieren bei der Lit.Cologne ist schonmal besorgt - und mal wieder mit dem Umweg über Regina und einmal wieder hätte ich mir das Buch genauso gut gleich selbst besorgen können :-) Jetzt freue ich mich richtig auf Alice Sebold und hoffe, daß es dann auch um The Lovely Bones geht bei der Lesung. Wehe wenn nicht. Ich bin schon gespannt, was für einen deutschen Titel der deutsche Verlag für das Buch ausgebrütet hat - ich vermute mal stark, daß es nicht "Wunderbare Knochen" sein wird. Oder vielleicht "Liebenswerte Knochen"??? Aber so wörtlich übersetzt sind Titel selten.

Ansonsten konnte ich mich natürlich nicht auf ein Buch beschränken. Kathy Reichs neuestes Werk mußte mich mir aus oben genannten Grund doch erstmal verkneifen (18! Euro! für ein besseres Taschenbuch!!! Thanks, but no thanks), aber ich erbarmte mich dann doch endlich des vierten Bandes von Joanne Harris "The Coastliners". Die anderen 3 Bände von mir haben mir sehr gefallen, besonders "Five Quarters of the Orange" - wer wünscht sich nicht, als Kind so ein selbstgenügsamer, abgebrühter Wildfang wie Framboise gewesen zu sein, so bitter ihr Leben auch oft ist? Das einzige, was mich in dem Buch störte, waren ein paar falsch angewendete deutsche Ausdrücke, die sie deutschen Soldaten in den Mund legt (z. B. "Über dort" für "Over there" - KEIN Scherz!) Oh WARUM nur bilden sich soviele anglistische Autoren ein, sie könnten ein paar deutsche Ausdrücke aus ihrem Dictionary klauben und alles würde sofort super authentisch wirken? Können sie die Passagen dann nicht wenigstens von einem deutschen Mutter- sprachler Korrektur lesen lassen?? Ist das wirklich zuviel verlangt? Warum rege ich mich immer noch über so etwas auf??! Ach, was solls, trotz allem, verglichen mit den anderen drein muß der vierte Band doch eine relativ sichere Gewinn-Nr. sein. Und ich hab ja doch keine Ruhe, bis das Quartett komplett in meinem Regal steht :-) Jetzt darf nur das fünfte Buch nicht allzuschnell kommen.

Das dritte Buch war ein sehr lange fälliger Klassiker - "Kim" von Rudyard Kipling. Penguin Classics sind soo erfreulich billig, ich bin immer wieder dankbar dafür. Das Buch kenne ich von früher, auf einige Passagen im Original - wie der weise alte Mann seinen heiligen Fluß genau dort findet, wo er ihn am wenigsten vermutet hätte - freue ich mich richtig ...

Bei dem vierten Zusatzbuch, "The Salmon of Doubt" von Douglas Adams - Friede seiner Asche - war ich mir erst nicht so ganz sicher, ich tue mich schon bei Büchern mit offenem Ende sehr schwer, wie soll ich da ein unvollendetes ertragen? C. S. Forester hatte auch kurz vor seinem Tod einen neuen Hornblower-Band angefangen - und bei der Geschichte wird es erst richtig interessant, als sie abbricht. Das lässt bitteres ahnen - aber lassen wir uns mal überraschen...

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