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Montag, 24. Januar 2005
Literarische Geburtstage
Baba,
19:45
24 Januar 1656 Jungfer Henriette von Grieshuus die Tochter von Junker Hinrich von Grieshuus wird an diesem Tag (zu früh) geboren. Ihre Mutter, die der Junker gegen den Willen seiner Familie geheiratet hatte, stirbt kurz nach Geburt. (Theodor Storm, "Zur Chronik von Grieshuus", 1884) ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Literarische Todestage Samstag, 22. Januar 2005
Woher bekommen Autoren ihre Ideen?
Baba,
17:59
.. oder warum Val McDermid ein Staubsauger und C.S. Forester ein Jellyfish ist. Anscheinend stimmt es wirklich - ALLEN Autoren wird immer wieder dieselbe Frage gestellt: woher bekommen Sie Ihre Ideen? Val McDermid bekam diese berüchtigte Frage auf der Lesung am 19. gestellt, Neil Gaiman hat ein Essay darüber geschrieben und von C. S. Forester gibt es zu diesem Thema einige autobiografische Notizen, die sich zwar vordergründig mit der Entstehung seiner berühmtesten Romanfigur Horatio Hornblower befassen, aber in denen er doch auf faszienierende Weise den kreativen Prozeß von der Idee bis zur Niederschrift des Werkes beschreibt. Das erste Mal stiess ich auf diese Aufzeichnungen, als ich noch meinen Lesestoff aus der Leverkusener Stadtbibliothek bezog (lang lang ist's her), wo sie in einer deutschen Ausgabe seinen letzten 3 Hornblower-Kurzgeschichten (die dritte war der Beginn eines unvollendeten Romans) als eine Art Nachwort nachgestellt waren, und fand sie nun endlich im Original wieder als Teil eines Hornblower-Begleitbuches "The Hornblower Companion". Noch mehr als in seinen Büchern verwendet Forester hier immer wieder höchst anschauliche bildliche Vergleiche: Schriftsteller werden bei ihm zu Quallen, die winzige im Ozean treibende Nahrungsteilchen einfangen und sich einverleiben. Und der Prozeß der Entstehung von Ideen vergleicht er mit im Schlamm ruhenden Hölzern, an denen sich im Laufe der Zeit Muscheln festsetzen - gelegentlich holt er diese Hölzer hervor um festzustellen wieviel Muscheln sich festgesetzt haben. Diese Muscheln können von überall her kommen: durch die eingehende Lektüre mehrerer Jahrgänge des "Naval Chronicle" aus der Zeit der napoleonischen Kriege, einer Kreuzfahrt an der Küste von Mittel- und Südamerika 1938 oder die Überlegung, wie sich die Charaktereigenschaften der Wellesley-Brüder in einer weiblichen Vertreterin der Familie geäussert hätten, falls sie denn eine Schwester gehabt hätten. "..., clearly if a Wellesley sister did not exist, it would be necessary to invent one." Was er denn auch tat, und erstaunlicherweise entstand Lady Barbara Wellesley noch vor Captain Hornblower, wie die ganze erste Geschichte überhaupt von ihm bereits fertig in Foresters Kopf war, bevor er den Mann dazu erfand, der geeignet war diese Abenteuer zu bestehen. Und sein eigenartiger unverwechselbarer Name kam erst ganz zum Schluß. ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: C.S. Forester, Neil Gaiman Freitag, 21. Januar 2005
Zu früh gefreut?
Baba,
11:52
Naaaajjaaaaa - richtig berauschend ist die Auswahl im Programm der 5. Lit.Cologne ja nicht :-( aber ich denke Regina und ich kriegen mindestens 3 Veranstaltungen zusammen. Tad Williams auf jeden Fall, dann noch Tim Parks und vielleicht Veit Heinichen (es sollte doch wenigstens EIN Krimiautor dabei sein). Ich persönlich ziehe ja noch Eric Emmanuel Schmitt in Betracht, aber mal abwarten, wie es in zwei Monaten aussieht ... ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Lit.Cologne Donnerstag, 20. Januar 2005
Baba war in einer Autorenlesung: Val McDermid
Baba,
10:42
Die Kombination von (schottischen?) Krimiautoren mit deutschen Tatortkommissaren hat wirklich etwas, ich bin gespannt wer noch aus der Riege sich an den deutschen Vorlesepart herantrauen wird. Daß das auch seine Tücken haben kann, demonstrierte Boris Aljinovic vom Tatortteam Berlin gestern in der neuen Mayerschen bei den deutschen Teilen von Val McDermids "The Distant Echo / Echo einer Winternacht". Nicht nur kamen im direkten Vergleich mit dem Original die deutschen Sätze einfach zu schwerfällig und unbeholfen rüber, auch die korrekt-schottische Aussprache einiger Eigennamen wollte gelernt sein. Und anders als Kollege Wachtveitl/Leitmayr überließ er die Übersetzung von Ms. McDermids weitschweifigen und eloquenten Ausführungen nach der Lesung der Moderatorin Margarethe von Schwarzkopf, die es immer wieder schaffte - offensichtlich mithilfe langjähriger Erfahrung - erstaunlich knappe Zusammenfassungen der Antworten zu liefern. Dafür war ich ihr dankbar, so schön es auch war Val McDermids wunderbarem schottischem Akzent zu lauschen, die Antworten allein waren schon abendfüllend. Richtig witzig war vor allem ihre Offenbarung, was für Monster Schriftsteller zwangsläufig sind - nichts anderes als Kannibalen, die alle Vorkommnisse und Ereignisse, die ihnen arglos anvertraut werden, gnadenlos aufsaugen und zur Verwertung in künftigen Büchern abspeichern. Wer hätte das geahnt ... Das vorgestellte Buch werde ich auf jeden Fall jetzt lesen und eventuell probiere ich es auch mal mit "The Mermaids Singing" - nach ihrer Aussage ihr gelungenstes Buch; für das anschließende Signieren hatte ich jedoch "A Place of Execution" mitgebracht, nach wie vor mein Favorit unter ihren Büchern. Wer weiß ob es so bleibt .. ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Autorenlesung Mittwoch, 19. Januar 2005
Vorfreude
Baba,
14:17
Hach, noch einmal schlafen und dann ist das Programm für die fünfte Lit.Cologne endlich online. Ich bin schon sowas von gespannt ... ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Lit.Cologne Dienstag, 18. Januar 2005
Baba war im Kino: Team America
Baba,
13:07
Wer erinnert sich noch an die Thunderbirds? Wer so eine Marionettentruppe schon immer einmal ganz anders erleben wollte, der ist bei Team America World Police richtig. Es hilft auch, wenn man ein bißchen auf South Park steht. Deren Produzenten legen es hier geradezu darauf an vorzuführen was mit Marionetten alles möglich ist. Eine zum schreien komische Satire des amerikanischen Weltbilds? (z. B. eine Einblendung: "The Panama Canal, Central America, 193 miles south of the real America") Nonstop Action inklusiver unglaublicher Kollateralschäden, von denen ein Hollywoodactionstreifen nur träumen kann? Songs bei denen manche Musicals nicht mithalten können? Sex in einem Dutzend diverser Stellungen wie direkt aus dem Kamasutra? Gar kein Problem...! Dazu kommt noch eine göttliche Marionettenversion des nordkoreanischen Diktators Kim Jong II (ausgespochen "ill"), der mal eben den UNO-Beauftragten Hans Blix an die Haie verfüttert und bevor er die Weltzerstörung in die Wege leitet noch einmal wehmütig sinniert wie unverstanden er sich fühlt: I'm... so... ronery. So ronery, Aber auch die linksliberalen US-Promis kriegen mehr als ihr Fett ab ("As actors, it is our responsibility to read the newspapers, and then say what we read on television like it's our own opinion") und sogar ein paar Star Wars Reminiszenzen sind eingebaut (Hey. You don't need to see my credentials. I left them at home, and I'm running late), also für jeden Geschmack (?) etwas. Apropos Geschmack, bis zu diesem Film dachte ich immer die ekligste Kotzszene im Film die ich kenne, wäre die in "Die Hexen von Eastwick" mit dem Kirschkernspucken, aber das ist garnichts bei dem was Gary vor der Kneipe von sich gibt. Nichts für schwache Nerven - aber die sind hier eh nicht gefragt ... So ... terrorize this und So rong, earthrings!! ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Baba war im Kino Samstag, 15. Januar 2005
Baba liest: "The Straw Men"
Baba,
18:36
Nach längerer Zeit war "The Straw Men" von Michael Marshall wieder ein Buch, dessen Lektüre ich einfach nicht unterbrechen mochte und so tatsächlich an einem Tag durchhatte - glücklicherweise hatte ich an diesem Tag die Zeit dazu. Die dramatische und ungeheuer spannende Story besticht u. a. durch ihre Konstruktion - die Aufteilung in drei ineinander verflochtene Teile, von denen einer aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschrieben ist, und am Ende, als erst zwei der Teile und schließlich alle drei miteinander verschmelzen, funktioniert das immer noch, keine schlechte Leistung. Dann gibt es immer wieder kurze philosophische Betrachtungen mit punktgenau treffend beschriebenen Beobachtungen, ähnlich wie bei John D. MacDonald, die aber in keinster Weise von der Story ablenken, sondern diese noch vertiefen. Alles in allem ein Buch, das Lust auf mehr macht. Trying to reach out from the place where he was headed, where he had lived most of his life, the strange city of dream-makers, of poverty and test screenings and murder and money - to other places, other nights, other hunting grounds. To other cities, other machines, forests of buildings and rivers of concrete where other men and women missed the stars at night and tended small plants on window sills and kept tiny dogs to take for walks along corridors in the endless procession of boxes and intersections and lights; where they rented space in other people's property so they had somewhere to sleep so they could get up and perform profit-related tasks they neither understood nor cared about, simply so they would be given the tokens of exchange they needed in order to rent the space in which they slept and snarled and watched television until finally some of them slipped out of their windows and ran howling down the dark streets, throwing off a numbness handed down from a society that was itself trapped in fracture and betrayal and despair; the lonely insane in a culture turning into a Christmas bauble, gaudy beauty wrapped around an emptiness which was coalescing faster and faster into parking lots and malls and waiting areas and virtual chatrooms - non-places where nobody knew anything about anybody any more. Und ich merke jetzt erst beim abschreiben, daß der ganze Absatz aus nur drei Sätzen besteht ... ... Link (0 Kommentare) ... Comment ... Thema: Baba liest ... Nächste Seite
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